Dienstag, 26. Mai 2015 · 1 Kommentar

Nichtstun

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Hektor liegt da und tut nichts – gar nichts. Er lässt seinen Gedanken freien Lauf und träumt vor sich hin. Kein Smartphone, kein Radio, kein Fernseher und keine Gedanken an wichtige Termine oder zu erledigende Dinge lenken ihn ab.

Lieber Leser, kennt ihr dieses Gefühl des Nichtstuns bzw. des Tagträumens noch? Wann hattet ihr so ein Gefühl zuletzt?

Viele Menschen werden täglich mit Zeitdruck, Ablenkungen, medialer Reizüberflutung und mit abzuarbeitenden Todo-Listen im Berufsleben konfrontiert. Auch im Privatleben werden freie Stunden rigoros verplant, damit die wenige Freizeit optimal genutzt wird. Das Nichtstun scheint im Alltag keinen Platz mehr zu haben oder ganz verlernt worden zu sein.

Aber gerade in unserer hektischen Zeit wären solche Phasen des Nichtstuns wichtig. Psychologie Heute (05/2015, mit dem Titelthema Nichtstun) schreibt dazu:

Regelmäßiges Nichtstun ist die Voraussetzung für Kreativität, Selbsterkenntnis und Gesundheit.

Und Zeit.de schreibt bereits im Dezember 2010:

Im Online-Zeitalter müssen wir wieder lernen, geistig offline zu gehen.

Liebe Leser, erkennt ihr euch im Text wieder bzw. habt ihr im Alltag noch Zeiten der Muße? Wann hattet ihr eure kreativsten Ideen? Ist euch das Wort „Regelmäßiges“ im ersten Zitat bewusst aufgefallen? Meidet ihr absichtlich Zeiten des Nichtstuns, um „produktiv“ zu sein?

Infos zum Thema

  • Psychologie Heute (Heft 5/2015), Beltz: Titelthema „Nichtstun“, „Die Reizüberflutung macht uns blind für das Wesentliche“ und „Langeweile konfrontiert uns mit uns selbst“ (auch online abrufbar)
  • Ausführlicher und lesenswerter Artikel auf Zeit.de, der bereits 2010 erschienen ist: http://www.zeit.de/2010/49/Geistreiches-Nichtstun
  • Ein weiterer Artikel zum Thema: „Wie man durchs Nichtstun plötzlich mehr schafft“ auf Welt.de
  • Psychologie Heute (Heft 2/2014), Beltz: „Warum wir viel mehr spielen sollten“

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